Gehmeditation

Normalerweise? Schnell. Hektik. Rennen. Rastlosigkeit. Neu? Gehmeditation. Ruhe. Langsames Gehen. Wozu? Entspannung. Zentriert sein.  Bei sich sein. Frieden. Enjoy…

Normalerweise gehen wir nur, um einen bestimmten Ort zu erreichen. Wir gehen, weil wir pünktlich zu einem Termin erscheinen wollen. Wir gehen, weil wir ein Ziel vor Augen haben. Nur sehr selten gehen wir wirklich nur, um uns dadurch Ruhe und Entspannung zu verschaffen – zum Beispiel durch einen schönen Spaziergang durch die Allee um die Ecke, durch den Stadtpark oder den Wald. Solche Spaziergänge sind weniger von Zielstrebigkeit und Zeitdruck geprägt und ihr wisst vielleicht schon, wie schnell sich unser Geist durch solches Gehen beruhigt – das ist bereits eine Art der Gehmeditation: Gehen, um des Gehens Willen. Gehen, um den Geist zu beruhigen. Gehen, um Frieden mit sich und der Umwelt zu schließen.

Wie ihr vielleicht wisst, kann man Sitzmeditation nicht nur auf einem Meditationskissen praktizieren, sondern überall, wo man sitzt oder gar steht – das einzige, was man dafür tun muss ist die Achtsamkeit auf sich selbst und auf den Atem lenken und die Gedanken an gestern, morgen oder heute loslassen. Genauso ist es mit der Gehmeditation. Ihr braucht keinen “Zen-Garten” oder eine Buddhahalle, um einfach zu Gehen ohne Erwartungen und Ziele. Wann immer ihr von A nach B geht, bietet sich euch die Gelegenheit, für einige Minuten das Ziel wohin ihr geht zu vergessen und auf eure Schritte, auf euren Atem oder auf eure Umgebung zu achten. Gehmeditation kann man überall ausprobieren.

Die Welt um uns herum ist so sehr von Schnelligkeit, Eile und Hyperspeed geprägt. Die Produktion von Konsumgütern, das Internet, Datentransfer, Autos, Kommunikation, Trends, Mode, Unterhaltung – alles muss schneller, besser, einzigartigerwerden. Wir lassen uns oft sehr schnell mitreißen von dieser Hektik – ohne recht zu wissen, ob diese Eile wirklich notwendig ist. Wenn wir nun Gehmeditation üben, wollen wir die Geschwindigkeit aus unserem Alltag nehmen. Wir müssen erst wieder lernen, wie es ist, langsam zu gehen.

Wenn wir Gehmeditation üben, setzen wir jeden Schritt bewusst vor den anderen. Wir machen uns bei dem Schritt bewusst, dass wir gehen. Unseren Atem lassen wir so kommen und gehen, wie er will. Wir kontrollieren ihn nicht – wenn er langsam kommt und geht, dann kommt und geht er langsam. Atmen wir dann einmal schnell und flach, dann ist das in Ordnung. Nach einer Weile werden sich unsere Schritte und unser Atem ausbalancieren. Dann ist das Gehen und Atem ein sehr harmonisches und entspannendes Erlebnis.

Sobald man Gehmeditation praktiziert, bringt man seinen Geist wieder in Kontakt mit dem Körper. Man achtet auf die Schritte, wie unsere Füße den Erdboden berühren – das erdet und beruhigt. Besonders wenn ihr rastlos seid und etwas gegen eure unglaubliche Unruhe tun möchtet, ist Gehmeditation genau das richtige – am besten barfuß in frischem Grass, auf Kieselsteinen oder im Wald. Das wirkt wie eine Fußmassage und bringt euren Geist sehr einfach und erfrischend zur Ruhe – versucht es einfach mal…

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